Für Organisationen in ganz Europa rücken Fragen rund um Daten, Kontrolle, Compliance und Abhängigkeiten immer stärker ins Zentrum: Wo werden Daten verarbeitet? Von welchen Anbietern wollen wir unser Geschäft abhängig machen? Und wie viel Kontrolle bleibt erhalten, wenn KI immer stärker in Geschäftsprozesse integriert wird? Digitale Souveränität hat sich von einer eher abstrakten, politischen Diskussion zu alltäglicher operationaler Realität entwickelt – in einer Zeit, in der durch neue Technologien gleichzeitig der Innovationsdruck steigt.
Einer entsprechenden Einschätzung teilte Analystenhaus Gartner bereits Ende 2025: „Für Technologieführer wird 2026 ein entscheidendes Jahr sein, in dem Disruption, Innovation und Risiken mit beispielloser Geschwindigkeit zunehmen“, sagte Gene Alvarez, Distinguished VP Analyst bei Gartner. Entsprechend sollte eines der prägenden Themen 2026 Geopatriation sein.
Mit dem Begriff «Geopatriation» beschreibt das Institut einen strategischen Trend hin zu stärker lokalisierten und souveränen Technologieumgebungen. Um Kontrolle über Datenresidenz, Compliance und Governance zu erhalten, könnten laut Gartner «75 % der Unternehmen in Europa und im Nahen Osten ihre virtuellen Workloads in Lösungen verlagern werden, die darauf ausgelegt sind, geopolitische Risiken zu verringern.» Eine Entwicklung, die Matrix42 bereits seit einigen Jahren aktiv mitbegleitet und -gestaltet.
In Gesprächen mit CIOs, IT-Verantwortlichen und Entscheidungsträgern aus verschiedenen Branchen beobachten unser Management und unsere Berater, dass sich die Perspektive auf Technologie verändert hat. Die Diskussion dreht sich längst nicht mehr ausschließlich darum, welche Lösung die meisten Funktionen bietet oder welche Plattform die schnellste Implementierung oder ROI verspricht.
Immer häufiger steht die Frage im Raum, welche Entscheidungen auch langfristig tragfähig sind. Organisationen möchten verstehen, wo ihre Daten verarbeitet werden, welche Abhängigkeiten durch bestimmte Plattformen entstehen und wie sich neue Technologien in bestehende Governance- und Compliance-Strukturen integrieren lassen. Was früher häufig erst im Rahmen von Beschaffungsprozessen oder Audits betrachtet wurde, fließt heute bereits in die strategische Planung von Modernisierungsinitiativen ein.
Besonders sichtbar wird diese Entwicklung beim Thema Künstliche Intelligenz. Noch vor wenigen Jahren stand vor allem die Frage im Vordergrund, wie schnell Unternehmen von den neuen Tools profitieren können. Heute erleben wir häufig einen erweiterten Fokus mit dem Wunsch, dass Entscheidungen transparent und kontrollierbar bleiben. Natürlich bleibt bei all dem Innovationsgeschwindigkeit wichtig, aber nicht das alleinige Kriterium.
Wir erleben, dass «Software made in Europe» zunehmend relevant, gleichzeitig mit bestimmten Erwartungen verbunden wird: Technologie soll leistungsfähig und innovativ sein. Sie soll regulatorische Verantwortung tragen, Transparenz schaffen, Wahlfreiheit ermöglichen und die Kontrolle bei den Organisationen belassen, die sie einsetzen. Für viele Unternehmen und öffentliche Einrichtungen sind genau diese Aspekte heute ein wichtiger Bestandteil ihrer Digitalisierungsstrategie.
Digitale Souveränität ist damit Ausdruck eines grundlegenden Wandels bei der Bewertung von Technologie geworden. Funktionalität, Benutzerfreundlichkeit und Automatisierungspotenziale bleiben entscheidend. Gleichzeitig rücken Fragen nach Resilienz, Transparenz, Governance und langfristiger Handlungsfähigkeit stärker in den Fokus.
Im aktuellen Vendor Selection Matrix™ Enterprise Service Management Platforms Europe 2025 bezeichnet Research in Action Matrix42 als European powerhouse in Service Management."
Für uns bei Matrix42 steht diese Anerkennung im Einklang mit dem, was seit vielen Jahren unserer Produktstrategie prägt: Organisationen eine erstklassige europäische Lösung für ihr (Enterprise) Service Management zu bieten und damit Europas digitale Zukunft aktiv mitzugestalten.