Verbessern Haustiere das Büro-Klima? Ein freundliches „wuff“ …

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Dieser Beitrag ist auch in Englisch erhältlich.

Der Kollege mit vier Beinen

In der Arbeitswelt werden zukünftig einige Kollegen vier Beine haben. Denn in immer mehr Unternehmen dürfen Haustiere, allen voran Hunde, mit an den Arbeitsplatz ihrer Herrchen und Frauchen. Im Kampf um die besten Talente und Spezialisten bewegt sich seit geraumer Zeit etwas in der Einstellung der Unternehmen: Kollege Hund gewinnt an Akzeptanz. Vor allem jüngere Arbeitnehmer fordern von ihren Arbeitgebern ein, was ihnen für ihre Arbeitsumgebung wichtig ist. Ein wichtiges Kriterium für oder gegen ein Unternehmen ist die Frage, ob das Büro, die Werkstatt, der Friseur oder das Altenheim tierfreundlich sind oder nicht. Das führt dazu, dass Hunde in immer mehr Unternehmen Teil der Unternehmensphilosophie werden und die jeweilige Arbeitgebermarke mit einem zusätzlichen positiven Aspekt punktet.

 

Hunde fördern die Produktivität

Das Banfield Pet Hospital in den USA hat 200 Personalverantwortliche und 1000 Angestellte befragt und festgestellt: 70 Prozent der Studienteilnehmer gaben an, dass Haustiere am Arbeitsplatz das Arbeitsklima verbessern. Tiere lockern die Stimmung auf, steigern die Arbeitsmoral und fördern dadurch die Produktivität. Laut einer Untersuchung der Virginia Commonwealth University senken Hunde die individuelle Stressbelastung am Arbeitsplatz. Hunde lösen den Botenstoff „Oxytocin“ aus, allgemein als Liebeshormon bezeichnet, und verbreiten damit Wohlgefühl. Nicht zuletzt sorgen Hunde für mehr Bewegung am Arbeitsplatz. Das Gassi gehen in der Mittagspause fördert die Gesundheit.

 

Klare Regeln für Haustiere in der Firma

Viele Unternehmen erlauben das Mitbringen von Haustieren. Gesetzlichen Anspruch gibt es deshalb aber keinen. Die Unternehmen legen fest, welche Voraussetzungen erfüllt und welche Regeln eingehalten werden müssen. Unternehmen, die sich mit diesem Thema auseinandersetzen, halten diese Regeln schließlich schriftlich fest und setzen sie verbindlich für alle Mitarbeiter durch. Auf diese Weise werden gerade die Interessen haustierloser Mitarbeiter gewahrt. Einige universelle Regeln gelten schließlich überall:

  • Hunde sollten geimpft, gesund und gut erzogen sein
  • Das Naturell des Hundes spielt eine Rolle: Vor allem freundliche, den Menschen zugewandte Tiere eignen sich für den Arbeitsplatz
  • Die Hunde sollten ausreichend Platz im Büro erhalten
  • Wasser sollte stets zur Verfügung stehen, genauso wie Futter zur gewohnten Zeit
  • Alle fünf Stunden sollte ein Spaziergang mit dem Hund möglich sein
  • Empfehlenswert ist eine Hundehaftpflichtversicherung, um durch Hunde verursachte Schadensfälle abdecken zu können

Hundehalter jedenfalls sollten Verständnis für Kollegen haben, die an Tierhaarallergie leiden, Angst vor Hunden haben oder Tiere am Arbeitsplatz ablehnen. Ihnen sollte kein Haustier während der Arbeitszeit zugemutet werden. Abgesehen von diesen Sonderfällen lösen Hunde am Arbeitsplatz zumeist positive Reaktionen aus. Bei mir jedenfalls schon. Und bei Dir?

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